Die kurze Anreise, die Fahrt mit der Wengernalpbahn zur Kleinen Scheidegg, das Panorama, die Strecke, das Publikum, die Bratwürste. Das Lauberhorn ist etwas vom Eindrücklichsten und Emotionalsten, was es für mich im Weltcup gibt.

Entsprechend motiviert ging ich ans Werk… vielleicht etwas übermotiviert. Mit dem 3. Rang im Super-G konnte ich nicht restlos zufrieden sein, es wäre viel möglich gewesen, hätte ich beim Canadian Corner nicht fast „parkiert“. Parkiert habe ich dann auch in der Abfahrt, diesmal einfach auf den Blachen bei der Ausfahrt Brüggli-S. Sehr schade, aber trotzdem hat es mir für den vierten Rang gereicht. Es wäre gelogen, wenn ich mit diesem vierten Platz zufrieden wäre. Ich verstehe aber auch, dass es bei dieser Leistungsdichte einfach ein Fehler zu viel war. Daher nehme ich diese beiden Spitzenresultate trotzdem mit und gehe guten Mutes in die Vorbereitung für die Kitzbühel-Woche. Mit dem Wissen, dass ich trotz Fehlern nach wie vor bei den Leuten bin.

Danke an alle, welche diese Lauberhornrennen für mich sehr speziell machen. Ich freue mich bereits auf nächstes Jahr.

Der Speed ist da, die Motivation ebenfalls. Ich bin bereits in Kitzbühel, ein weiteres grosses Saison-Highlight steht vor der Tür.

Bild: Swiss-Ski / Severin Nowacki